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Wiedervereinigung
Jeden Tag steht es in der Zeitung, jeden Tag sehen wir es im Fernsehen.
Die Menschen in der westlichen Welt sind krank. Sie sind zu fett oder sterben
an Anorexie oder Bulimie, an Krebskrankheiten und seltsamen, mutierten
Infektionen, die ärmere Zivilisationen überhaupt nicht gekannt haben.
Sie haben all dieses viele, wunderbare Essen und haben Mangelkrankheiten und
Herzinfarkte.
Sie bringen sich selber um, besonders die Jungen, und haben mehr
Geisteskrankheiten als jemals zuvor.
So ist das halt.
Als ich ein kleines Kind war, und das ist so 40 Jahre her, da haben alle
gesagt, daß wir im Jahr 2000 in wunderschönen Häusern im Grünen leben würden.
Daß wir fliegende Autos haben würden, niemals mehr krank würden und kaum noch
alterten.
Vierzig Jahre Wissenschaft mit voller Kraft, und ich glaube, ich kann wohl
sagen, daß die Resultate nicht nur nichts zu wünschen übrig lassen, sondern
wirklich ein richtig starkes Resultat in sich selbst sind.
Wissenschaftliches allein kann uns nicht helfen.
Es kann uns nicht nur nicht helfen, es zerstört uns, und durch uns die Welt
um uns herum.
Die Wissenschaftler sagen immer, „Gib uns mehr Zeit! Gib uns mehr Geld! Dann
machen wir den Traum zur Wirklichkeit!"
Aber es tut mir leid, ich kann kosmetische Operationen halt nicht gelten
lassen als Beweis, daß wir „ewig jung und schön sein" werden können.
Das ist eine Lüge, nicht mehr, und nicht weniger.
Wir brauchen mehr, und wir brauchen ganz was anderes.
Es wird allerhöchste Zeit, daß wir das, was zerbrochen wurde, wieder
zusammenbringen.
Den Körper und den Geist, das Harte und das Unsichtbare.
Und es ist allerhöchste Zeit, daß wir wirklich mal wissenschaftlich vorgehen
und anstelle uns in einem sterilen, realitätsreduzierten Labor zu verkriechen,
die wirkliche Realität erforschen.
Und das ist die Realität, in der unsichtbare Einflüsse existieren, und nicht
nur existieren, sondern unsere Leben vom Moment der Zeugung bis zu dem Moment,
wo wir unseren letzten Atemzug machen, absolut regieren.
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