Musiklernen
Auf dem allerersten Seminar, das ich jemals über EmoTrance gehalten habe,
waren wir so weit, daß wir über Energienahrung gesprochen hatten und daß wir
ALLE Energien einnehmen und gut verwerten können.
Wie es zu erwarten war, fragten die Teilnehmer ängstlich, ob es denn nicht
doch Energien gäbe, die sehr schädlich sein könnten, aber ich wollte einfach
nicht, daß sie zum Mittagessen gingen und immer noch glaubten, daß es „böse"
oder „gute" Energien gebe.
Es gibt keine guten oder bösen Wolken, es gibt keine guten oder bösen Sterne,
und es gibt auch keine guten oder bösen Energie. Das ist wieder so ein
menschlicher Fehlschlag eines Bewußtseins, das auf schwarz-weiß trainiert wurde,
wenn in Wirklichkeit sogar mein kleiner Bildschirm hier 12 Millionen
verschiedene Farben anerkennt.
Einer fragte, „Aber wie ist es denn mit Energien, die mir weh tun, die mich
krank machen? Ist das nicht böse Energie?!"
Meine Ansicht zu dem Thema ist, daß man natürlich gegen verschiedene Energien
allergisch werden kann, aber das das doch nur passiert, wenn man schlechte
Erfahrungen mit einer Energieform gemacht hat, und noch immer ungeheilte Wunden
mit sich herumträgt.
„Salzwasser ist gut für die Haut," habe ich gesagt, „aber nicht, wenn du eine
offene Wunde hast. Dann tut es richtig weh. Und so ist das auch mit Energie.
Wenn es weh tut, dann sag einfach, Dankeschön! Jetzt weiß ich wenigstens sofort,
wo ich etwas reparieren kann, damit mein Leben besser klappt!„
Als die Gruppe voller Freude und Lachen vom Mittagessen zurückkam, erzählte
einer die folgende Geschichte.
Er war in eine Gaststätte gegangen, und hatte sein Essen bestellt. Und auf
einmal hat da einer Musik angestellt, sehr laut, und es war Musik, die dieser
Mann furchtbar schrecklich fand. Aber er konnte nicht gehen, weil er schon
bestellt hatte und eine ganze Zeit gewartet hatte; es war nicht mehr genug Zeit,
woanders nochmal neu anzufangen.
Mit ihm waren zwei andere von unserem Training, und einer machte den
Vorschlag, daß sie einfach mal probieren sollten, die „Energie der Musik" durch
sich durchlaufen zu lassen.
So haben sie da am Tisch gesessen und sich gegenseitig geheilt, und der Mann,
der die Geschichte erzählte, sagte, „Das war unglaublich. Ich laufe schon seit
Jahr und Tag von dieser Art Musik weg – normalerweise hätte ich sofort den Raum
verlassen. Da war irgendwas Komisches in meinem Kopf, das richtig weh tat. Aber
wir haben die Blockade beseitigen können, und dann auf einmal ist diese Musik in
mich hinein geströmt, und ich habe gedacht, ich würde auf einmal vor lauter
Kraft platzen! Ich bin aufgesprungen und habe tatsächlich in der Gaststätte
getanzt! Ich! Ich kann es kaum glauben!„
Nun mag das nicht so bedeutend klingen, aber es ist wirklich ein gutes
Beispiel zum Thema „das ist doch alles nur EINE ENERGIE!".
Und seit der gute Mann mich darauf aufmerksam gemacht hat, habe ich das
mindestens schon hundertmal gebraucht. Es ist eine richtig feine Sache, auf
jeder Party, in jedem Restaurant, wenn das Radio oder das Fernsehen an ist,
immer nur Musik zu hören, die einen mit Energie und neuen Erlebnissen füllt!
Nun kann mich keiner mehr mit Jungle, Opern, Hard House, oder Jazz
erschrecken – und sogar Volkslieder mit der Klampfe lassen mich freudig lachen
und in die Hände klatschen.
Es ist halt nur eine Energieform ... und man kann dabei was lernen.
Seit ich eine Erfahrung mit der Energie von Chinesischen Opern erlebt habe,
habe ich viel mehr Verständnis für die Kultur. Sie fühlt sich nicht mehr so
fremd an, und man könnte sagen, daß mein Leben und auch mein Denken dadurch
bereichert worden ist.
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