Zauberworte
Ein Wort ist wie eine Konservendose, in der etwas drinsteckt, aber wir wissen
nicht, was das wohl sein mag.
Im allgemeinen vertrauen wir darauf, daß diejenigen, die uns diese Dose
verkaufen, ein kleines Bildchen von dem, was da wirklich drin ist, außen
aufkleben.
In diesem Beispiel sind die Worte die Dosen, und der Inhalt die
Energiekomponenten, die wirkliche Information, die hinter dem Wort steckt.
Die einsamen Bewußtseine, die diese Energieinformationen ja nicht für sich
selbst lesen können, machen die Dosen nie auf.
Das ist bösen Menschen irgendwann mal aufgefallen, und seitdem wird
Hundefutter an die Bewußtseine verkauft in einer schön bemalten Dose, auf der
ein leckerer Pfirsich lockt.
Nehmen wir zum Beispiel das Wort, „ein Mann".
Was ist denn da in der Dose?
Von außen sieht es so aus, als ob da ein richtiger Herkules drin wäre, ein
stolzer, gesunder Held, der die ganze Welt wie einen Basketball auf der
Fingerspitze mit einem Lächeln tanzen lässt.
Aber wenn wir die Dose „ein Mann" tatsächlich mal öffnen, und wie aus
Pandora´s Kiste das wirkliche Unheil endlich herauslassen, was finden wir dann?
Anstelle richtiger Macht und Stärke, die vom eigenen Herzen kommt, gibt es da
Brutalität und Machtspielchen, die einem Gorilla schlecht werden lassen würden.
Da gibt es keine Sensitivität und keine Intuition, keine Kreativität und kein
Mitgefühl, weil das „für einen richtigen Mann" verboten ist, und nur Weichlinge
solche Schwächen zeigen.
Das soll ein Mann sein?!
Und genauso schlimm ist es für Frauen. Ich brauche darüber kaum zu sprechen,
wir wissen ja alle, was sich für ein grausames, jahrzehntausende altes Elend
hinter DEM Wort gesammelt hat.
Und wie wär´s denn mit dem Wort, „Kind„?
Ein nutzloses, dummes Anhängsel, das überhaupt keinen Wert hat, bis es
endlich alt genug ist, arbeiten zu können ...
Genug!
Wir könnten wirklich unser ganzes Leben lang auf dem Sofa eines
Psychotherapeuten zubringen, und nicht mal ein halbes Prozent dieser irrsinnigen
Doseninhalte wieder richtig in den Griff bekommen.
Ich schlage daher etwas anderes vor, nämlich daß wir einfach die Worte
nehmen, und für uns selbst entscheiden, was genau diese Worte zu bedeuten haben,
was für Informationsenergie dahintersteckt, und uns dadurch die Worte, mit denen
wir sprechen und denken, WIEDER ZU EIGEN MACHEN und sie dafür zu benutzen, uns
zu helfen, anstelle uns verrückt zu machen.
Wenn wir irgendein Wort nehmen, das uns quält, oder mit dem wir Probleme
haben, und es einfach genau so definieren, wie WIR ES PERSÖNLICH WOLLEN, dann
haben wir die originalen Zauberworte wiedergefunden.
Es ist ganz einfach, so einfach, wie einfach zu sagen, „Von diesem Moment an
werde ich, wenn ich das Wort „Frau" gebrauche, dabei einen Menschen meinen, der
weibliche Geschlechtsteile hat, und abgesehen davon weiß ich noch nicht mal
genau, wie eine richtige Frau, wie der Schöpfer sie erstellt hat, wirklich
funktioniert und was sie nicht alles erleben, erschaffen und erfahren kann."
Es geschieht dann etwas sehr Besonderes, etwas sehr Machtvolles – nämlich,
daß man dann nicht mehr an die großen Machtfelder der Vergangenheit und all der
Billionen Verrückter, die uns vorausgegangen sind, gebunden ist.
Dann ist man frei von den alten Pfaden, von den alten Gefängnissen, die man
durch die unbewußte Wiederholung von unbewußten Zauberwörtern jeden Tag neu
anbetet, jeden Moment neu erstehen läßt.
Nimm die Feder in die Hand und schreibe dein eigenes Lexikon, dein eigenes
Wörterbuch.
Und damit schreibt man dann halt auch in der Tat sein eigenes Leben.
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